Midsummer 2005 (old one transferred)

Midsummer 2005

Die Sonne beschnitten in ihrer Macht durch Wolken, streben andere kraefte danach, ihre Macht zu zeigen. Fern von der Sonne toben sie, rauschen, draengen und sehnen sich. Mit solcher Kraft richten sie sich dem Land entgegen und werden doch gebrochen von diesem. Ungebrochen aber bleibt ihr Wille und beharrlich stoben sie immer weiter auf ihr Ziel zu. Der Wind ihr unteter Begeliter - ist er doch uneins ob er fuer oder gegen sie wirkt. So treiben sie voran - Tag um Tag, Stund um Stund. "Dummheit" mag manch einem entfahren - und doch...

Noch ragt der Fels hoch ueber den Wogen, stolz erhebt er sich dort. Doch trootzt er ihnen nur im Schein. Beharrlich haben sie genagt, gebrochen zwar doch kraftvoll und willens stets. Langsam, gar zaertlich, Wind zum Feind und Freund, schmeicheln sie dem Fels - Jahr um jahr seit dem Anbeginn der Zeit. Noch trotzt er ihrer Kraft, doch liess er schon Macht, stueckchenweise, und wurd in ihren Bann gezogen, bis eines fernen Tages er sich ihnen ganz hingibt.

Vorbei am Fels lechzen sie fort zum Strand. Draengen naeher, immer naeher. Drohen und locken in einem Zug, lechzen mit kleinen Zungen heran - wieder und wieder. So vollkommen ihr Tanz mit dem Wind. So ungebrochen ihr Wille wie ihre Kraft - sammeln sie sich doch taeglich um mit neuer Staerke ihren Weg zu gehen. Noch liegt er dort im Sand, der Stein. Gierig strecken sie ihre Zungen aus. Lechzen nach ihm, lecken sanft bis sie ihn kurz bedecken. Beharrlich liegt er dort, kennt er doch ihr Spiel. So gleiten sie zurueck bis sie ihn wieder ganz umschliessen un langsam mehr ihn in ihren Bann ziehen bis, bezirzt von ihrer sanften Schoenheit, ihrem zarten Tanz, der doch so maechtig ist, er sich in die Tiefe der Wogen ergibt. Es liegt allei ih ihrer Macht ob er die Heimat wiedersieht, einer neuen Heimat entgegensieht oder er sich ganz hingibt bis ihre Kraft ihn am Grund zuruecklaesst - klein, wie jeder Stein, der in ihren Umarmungen zu Sand geworden.
Wie, so fragt man wenn man sie nun sanft um deine Zehen tanzen und die Sonne ihre Kraft wiedergewinnt, wie kannst du noch von "glauben" sprechen wenn goettliche Praesenz du hier beruehrst!? Haelt sie dich doch in ihrem Bann - unschluessig zu fliegen oder in ihr aufzugehen. Spueren und sehen, fuelen mit jedem deiner sinne. Wie kraftvoll - wenn du dich nur umblickst.

5.8.09 18:42

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